im vorbeigehen - kein ort zum verweilen
von fabi bohne strassenbelästigung ist kein ausnahmephänomen, viele flinta* erleben es schon früh in ihrem leben, dass ihnen ungefragt kommentare hinterhergerufen werden. wir leben in einem patriarchat in dem die machtstrukturen für die einen schmerzlich zu spüren sind, während sie die anderen herrlich unbewusst geniessen. öffentliche räume sind asymmetrisch strukturiert. männergruppen verweilen entspannt in parks, auf parkplätzen, vor cafés und bars, während nur vereinzelt flinta* zielstrebig und oft zügig ihrer wege gehen, ihnen aus dem weg gehen. ständige ungewollte objektifizierung und sexualisierung führt zu einer angst, dass sichtbarkeit den verlust der sicherheit bedeutet. diese arbeit macht aufmerksam auf alltagssexismus, machtgefälle und privilegien. sie zeigt die lebensrealität von betroffenen, gibt anreize wie wir uns gegenseitig helfen können gemeinsam gerechtere öffentliche räume und ein inklusiveres städtischen miteinander zu schaffen.